Aufzucht der Wachteln

Nach dem Schlupf folgt die Aufzucht der Wachteln

Wenn die Küken trocken sind, ziehen sie bei uns zur Aufzucht erst einmal für zwei Wochen ins Terrarium. Alternativ eignen sich auch große Kunststoffboxen von Ikea oder ein Meerschweinchenkäfig. Es gibt auch fertige Aufzuchtsställe zu kaufen. Die ersten 24 Stunden sollte man sie jedoch wirklich im Inkubator lassen. Die Küken werden in den ersten 48 h über den Dottersack ernährt.

Im Terrarium ist für die Aufzucht bereits alles vorbereitet und die Wärmeplatte gibt eine schöne Wärme ab. Idealerweise sollte die Temperatur um 38 °C liegen. Auch frisches Wasser und Futter sollte bereitstehen. Das Futter sollte man in den ersten Wochen mit einem Mixer ganz fein mixen, bis es die Konsistenz von feinem Sand hat. Wenn Du eine zusätzliche Beleuchtung brauchst, solltest Du diese nicht zu grell wählen. Das grelle Licht könnte die Küken blenden und dafür sorgen, dass sie weder Futter noch Tränke finden.

Aufzucht

Nach dem Einzug lasse ich die Küken erst einmal ankommen, aber nach ein oder zwei Stunden motiviere ich die kleinen Mastwachteln zu fressen und Wasser aufzunehmen. Um sie zum Fressen zu bewegen, stocher ich einfach mit dem Finger im Futter rum. Die kleinen Mastwachteln sind so neugierig, dass sie auch anfangen darin herum zu stochern. Diesen Vorgang kannst Du bei Bedarf auch noch mal wiederholen.

Bei der Tränke musst Du darauf achten, dass die kleinen hier nicht reinfallen können. Am besten eignen sich Stülptränken mit einem schmalen Rand. Die Küken brauchen täglich frisches Wasser.

Das Handtuch was als feste Unterlage dient, musst Du täglich wechseln. Als Alternative kannst Du auch einfache Küchenrolle zur Aufzucht der Küken nehmen. Einstreu in Form von Hobelspänen oder Ähnlichem solltest Du nicht verwenden. Die Gefahr ist zu groß, dass die Küken während der Aufzucht das Futter mit dem Einstreu verwechseln und somit trotz vollem Futtertrog verhungern. Das Gleiche gilt für Sand während der Aufzucht von Küken. Einstreu und Sandbad bekommen unsere Küken erst mit drei Wochen.

Bitte verwende für die Aufzucht kein Zeitungspapier, diese kann nämlich für die Küken giftige Stoffe enthalten.

Hygiene ist bei der Aufzucht von Küken sehr wichtig, daher solltest Du täglich alles reinigen. Die Reinigung muss auch den Futtertrog und die Tränke beinhalten. Durch das tägliche Reinigen vermeidest Du Kotballen an den Krallen. Die Kotballen können bei Küken nämlich ein Abschnüren der Zehen verursachen.

Bei uns ziehen die Küken nach zwei Wochen Aufzucht nach draußen in eine Buchte. Dort finden sie auch wieder eine Wärmeplatte. Die Wärmeplatte lasse ich den kleinen, bis sie ein schönes Federkleid haben. Ich reduziere nach der ersten Woche Aufzucht die Betriebsdauer der Wärmeplatte. In kleinen Etappen ist die Wärmeplatte immer weniger in Betrieb. Da musst Du auch einfach schauen, wie draußen die Wetterverhältnisse sind. Wenn es eine kalte Zeit ist, dann lasse ich ihnen die Wärmeplatte auch noch länger. Nehme die Wärmeplatte auch nur zu Reinigungszwecken raus. Ansonsten lasse ich ihnen die bis zur vierten Woche, meist ist sie dann schon nicht mehr in Betrieb und dient nur zum Klettern.

Wenn die Küken 6 Wochen alt sind, trenne ich die Hähne von der Gruppe. Manchmal auch schon früher, wenn ich sehe, dass die Tiere sich attackieren.

Nach 7 Wochen Aufzucht haben sie ihr Höchstgewicht erreicht. Wir lassen die Mastwachteln in der Regel 8-9 Wochen alt werden und dann werden sie von uns geschlachtet.

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