Wachtelstall

Unser Wachtelstall in Form von Buchten

Unser Wachtelstall in Form von Buchten ist 2 Meter lang, 80 cm breit und 45 cm hoch. Viele Züchter berichteten mir, dass die Verletzungsgefahr bei Volieren sehr hoch sei. Beim Versuch zu fliegen, würden die Wachteln an die Voliere prallen und sich teilweise stark verletzen. Am besten ist es, wenn die Deckenhöhe nicht höher als 50 cm ist. Dann kommen die Mastwachteln erst gar nicht auf die Idee zu fliegen.

Unsere Buchten haben wir nach unseren eigenen Vorstellungen gebaut. Als Baumaterial haben wir uns für OSB-Platten entschieden, ganz einfach weil sie günstig sind und schnell verarbeitet sind. Jede einzelne Buchte besitzt eine Mittelwand mit einem großen Loch, das als Durchgang dient. Durch dieses Loch können die Mastwachteln immer von einer Seite zur anderen spazieren. Bei Bedarf kann man dieses aber auch verschließen.

Das ist ganz praktisch, wenn man die Buchten sauber machen möchte. Ich locke dann alle auf eine Seite, verschließe das Loch und brauche keine Angst haben, dass mir eine der Mastwachteln entwischt. Aus Erfahrung kann ich nämlich sagen, dass auch die Mastwachteln sehr flink sein können, wenn sie erst einmal losflattern.

An den Boden und auch an die Hälfte der Rückwand haben wir robuste Folie geheftet. Diese schützt den Holzboden und erleichtert das Säubern. Durch die Folie hat man die Buchten ganz schnell mit Handfeger und Schaufel gereinigt und kann zudem auch mal die den Boden nass abwischen.

Die vordere Front besteht aus zwei Türen mit Volierendraht. Den Volierendraht musst Du möglichst mit kleinen Maschen wählen.

Wenn Du wie wir Deinen Wachtelstall selbst bauen möchtest und diese draußen platzieren möchtest, dann rate ich Dir den Wachtelstall zu lackieren. Durch die Lackierung perlt der Regen gut ab, das verlängert die Lebensdauer Deiner Buchten.

Der richtige Stellplatz

Der Standort ist für die Wachtelhaltung ein wichtiger Punkt. Der Stellplatz sollte nicht zu hell sein. Ein zu heller Platz macht Wachteln aggressiv. Zudem sollte der Wachtelstall vor Wind geschützt sein.

Wir haben unsere Buchten unter einem großen Kirschbaum an einer hohen Mauer gestellt. Wenn es mal richtig doll regnet oder auch stürmt, dann befestige ich immer eine Folie an die Buchten.

Wenn Du nun denkst, „Hmm, schön und gut, aber ich kaufe mir lieber einen Wachtelstall!“ dann habe ich hier ein paar schöne Exemplare.

Wachtelstall Wachtelstall

 

 

Für Details einfach auf das entsprechende Bild klicken und stöbern! 🙂

 

 

Innenausstattung Wachtelstall

Für die Ausstattung braucht man nicht viel Geld ausgeben. Futter reicht man am besten mit einem Futterspender.
Diese gibt es in verschiedenen Größen und erspart einem Zeit, weil man diese nicht jeden Tag auffüllen muss. Für Wasser können wir Dir Nippeltränken empfehlen oder Stülptränken. Es gibt auch Stülpvorrichtungen, wo man eine PET-Flasche rauf drehen kann. Diese sind jedoch für kleine Wachteln nicht so geeignet. Wir hatten es schon, dass uns selbst darin welche ertrunken sind. Anfangs haben wir einfach leere Cremedosen verwendet für Wasser, aber selbst da ist uns mal eine ertrunken. Für Küken eignet sich daher am besten eine kleine Stülptränke. Wir haben unsere bei Amazon bestellt. Diese ist schön klein, günstig und nimmt nicht zu viel Platz weg. Zu dem Thema Küken und Aufzucht komme ich noch später.

Dann finden es Mastwachteln ganz schön, wenn man ihnen Versteckmöglichkeiten bietet und da kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Wir haben da schon gemeinsam mit unseren Kindern Häuser aus Karton gebastelt, große Blumentöpfe verwendet, Windelkartons, diverse Zweige und Holzscheite. Das kannst Du wirklich gestalten, wie Du möchtest. Die Sachen aus Karton hatten den Nachteil, dass man sie oft erneuern musste. Aus diesem Grund sind wir auf Plastikeimer aus dem Supermarkt umgestiegen. Um genau zu sein, nutzen wir nun die schwarzen Eimer, in denen Blumensträuße angeboten werden.

Bei denen kann man mit einem einfachen Brotmesser Löcher schneiden, sodass die Wachteln da ein und aus gehen können. In diesen Eimern bieten wir unseren Mastwachteln, auch die Möglichkeit ein Sandbad zu nehmen. Dafür nutzen wir immer Chinchillasand. Dieser ist schön fein und der Eimer verhindert, dass der Sand raus geschleudert wird. Die Mastwachteln lieben es, sich im Sand zu baden. Es ist wirklich schön, dabei stiller Beobachter zu sein. Die Eimer, die wir auf den Kopf stellen, werden von unseren Mastwachteln auch als Legemöglichkeit angenommen. Das braucht jedoch seine Zeit und funktioniert auch nur, wenn man die Einrichtung immer gleich gestaltet.

Da wir mehrere Ställe besitzen, haben wir auch verschiedene Tränkensysteme. Für die kleinen Küken nutzen wir die Stülptränken und bei den anderen haben wir auf Tränkenanlage umgerüstet. Davon stelle ich auch noch einmal Bilder ein. Finde das super praktisch und das Wasser, bleibt schön sauber. In den Stülptränken landet nämlich gerne mal Dreck.

Diese Nippel werden richtig fest am Gitter befestigt und mit einem Schlauch und passenden Verbindungsstücken an einen Wasserbehälter fixiert. Geht total einfach und so muss man nicht täglich nach dem Wasser schauen. Es empfiehlt sich aber ab und an nach den Nippeln zu schauen und pro Wachtelstall mind. zwei anzubringen. Einfach für den Fall, dass mal eine verstopft. Ist uns zwar noch nie passiert, aber sicher ist sicher. 😉

 

Einstreu für Mastwachteln

Als Einstreu verwenden wir hauptsächlich Einstreu von Tierwohl. Dieses ist super saugfähig und lässt sich beim Säubern schnell zusammenkehren. Ab und an bieten wir den Mastwachteln auch eine Ecke mit Stroh an. Ich denke aber, dass sie das Einstreu einen Tick besser finden. Denn auch darin baden sie sich gerne. Wenn ich das Einstreu einmal in der Woche erneuere, dann gebe ich nur in die Mitte einen großen Haufen Einstreu. Den Haufen verteilen die Mastwachteln am liebsten selbst.

 

Bepflanzung der Voliere

Zur Bepflanzung der Voliere eignen sich zahlreiche Wild- und Küchenkräuter sowie Obstbäume, Weide, Brombeere, Vogelmiere und vieles mehr. Ich rate Dir allerdings nur Pflanzen zu setzen, die Du auch wirklich bestimmen kannst.
Sehr hilfreich ist da das Buch von Robert Höck. Viele kennen ihn vielleicht durch Youtube. Er hat tolle Pflanzentipps!

 

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